| ProjectProjekt | SupervisionBetreuung | Semester |
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Corners |
Prof. Jan De Vylder | HS25 |
Change always comes with adaptation. Should people adapt or should places adapt?
We asked ourselves this while analyzing two corners: Kleines Café by Hermann Czech in Vienna and Kronenhalle Bar by Trix and Robert Haussmann in Zurich. Both took their initial inspiration from Adolf Loos's American Bar, yet the outcome could hardly be more different. The Kronenhalle Bar appears unchanged, a place frozen in 1965, yet it evolved from a gathering place for everyone into an exclusive and luxurious venue. Kleines Café, by contrast, grew in an iterative, bottom-up manner, conveying a sense of improvisation and even chaos.
Architecture didn't determine these places, yet the culture and context had their influence. Both share a domestic scale, but cater to entirely different social classes.
The first two models and axonometries create a specific atmosphere through their unification: one feels introverted and enclosed, while the other, with its mirrored surfaces and doubled scale, feels open and expansive. The alignment of the entrances forms a "corridor bar", showing that both stem from the same initial inspiration.
From this research grew our proposal: to see the two spaces together. The third model, a "combined corner", is accompanied by an axonometry focusing on the atmosphere each bar creates through architectural elements alone: light, materials, colors, views, and movement. When you turn it around, the perspective shifts in the middle, revealing two different ways of seeing the same space. Through the open doors of Kleines Café you immediately feel welcome, but through the tilted mirror you notice a darker, more closed-off space, one you can see but not reach: Kronenhalle Bar, a place reserved for the upper class or for regular guests who know how to enter and what lies behind the walls.
Veränderung geht immer mit Anpassung einher. Sollen sich die Menschen anpassen oder die Orte?
Diese Frage haben wir uns bei der Analyse von zwei Ecken gestellt: der Kronenhalle Bar von Trix und Robert Haussmann in Zürich und dem Kleinen Café von Hermann Czech in Wien. Beide gehen auf dasselbe Vorbild zurück, Adolf Loos' American Bar, und doch könnte das Ergebnis kaum unterschiedlicher sein. Die Kronenhalle Bar wirkt unverändert, wie ein Ort, der 1965 stehen geblieben ist. Dennoch hat sie sich von einem Treffpunkt für alle zu einem exklusiven, luxuriösen Lokal entwickelt. Das Kleine Café hingegen ist iterativ und bottom-up gewachsen und vermittelt ein Gefühl von Improvisation, ja sogar von Chaos.
Nicht die Architektur hat diese Orte bestimmt, doch Kultur und Kontext haben sie geprägt. Beide teilen einen häuslichen Massstab, sprechen aber ganz unterschiedliche soziale Schichten an.
Die ersten beiden Modelle und Axonometrien erzeugen in ihrer Verbindung eine besondere Atmosphäre: Das eine wirkt introvertiert und geschlossen, das andere mit seinen Spiegelflächen und dem verdoppelten Massstab offen und weit. Die aufeinander ausgerichteten Eingänge bilden eine «Korridorbar» und zeigen, dass beide auf dieselbe Inspiration zurückgehen.
Aus dieser Recherche entstand unser Vorschlag, die beiden Räume zusammen zu sehen. Das dritte Modell, eine «kombinierte Ecke», wird von einer Axonometrie begleitet, die sich allein auf die Atmosphäre konzentriert, die jede Bar durch architektonische Elemente erzeugt: Licht, Materialien, Farben, Ausblicke und Bewegung. Dreht man sie um, verschiebt sich die Perspektive in der Mitte, und es zeigen sich zwei verschiedene Arten, denselben Raum zu sehen. Durch die offenen Türen des Kleinen Cafés fühlt man sich sofort willkommen. Doch im schrägen Spiegel erkennt man einen dunkleren, verschlosseneren Raum, den man sehen, aber nicht erreichen kann: die Kronenhalle Bar, ein Ort für die Oberschicht oder für Stammgäste, die wissen, wie man hineinkommt und was sich hinter den Wänden verbirgt.